Täglich verlieren wir alleine in Österreich fruchtbare Böden im Ausmaß mehrerer Fußballfelder, die wir so dringend für unsere Lebensmittelerzeugung benötigen …

Aktuelle NEWS:

Die Einschreibung für unseren aktuellen E-Learning Basiskurs „Waldgartengestaltung“ ist bereits möglich! Nähere Infos zum neuen Kursformat findest du hier und direkt zum Shop (Anmeldung und Buchung) geht’s hier.

Waldgartensysteme sind eine vielversprechende Alternative zur herkömmlichen Landwirtschaft. Die große Pflanzenvielfalt und der permanente Bewuchs von Flächen schaffen eine ökologische Stabilität, ein lokales Kleinklima und eine große Artenvielfalt. Wir wollen mit unserer Plattform dazu beitragen, die Waldgartenidee in weiten Teilen unser Gesellschaft zu etablieren. Jede/r kann zur Waldgärtnerin und zum Waldgärtner werden. Wir möchten euch mit unseren Bildungsangeboten dabei unterstützen.

Unser zentrales Anliegen liegt in der Vermittlung unseres breiten Erfahrungswissens (jahrzehntelange, praktische Erfahrung in der Biolandwirtschaft, jahrzehntelange Erfahrungen in Lehre, Forschung und Beratung, hohe EDV-Kompetenz ) und in der Motivation von Bäuerinnen und Bauern, aber auch von Privatpersonen, die Unterstützung bei der Verwirklichung ihres Waldgartenkonzeptes suchen.

Im erste Quartal 2021 haben wir unseren ersten Online Basiskurs „Waldgartengestaltung“ erfolgreich gestartet. In weiterer Folge sollen Vertiefungsmodule zu einzelnen Themenbereichen folgen. Im Video geben wir euch einen Überblick über die Kursinhalte, über Ablauf des Kurses und über die Kursorganisation.

Wir halten euch auf dem Laufenden.

Liebe Grüße und schau öfters vorbei!

Euer Waldgärtner
Reinhard
Geben wir der Natur ein Stück Land zurück.

Ein wieder entdeckter Schatz

Sanddorn Ernte

Wir ernten beim Sanddorn die Frühsorten ab Ende August, und die Spätsorten bis Anfang November.

Der Sanddorn (Hippophae rhamnoides), unter anderem auch Weidendorn oder Fasanenbeere genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Sanddorne (Hippophae) innerhalb der Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae) und neben der Wildrose das vitaminreichste Wildobstgehölz in Europa.

Der Sanddornstrauch kann einige Meter hoch werden und wächst durch seine Fähigkeit, Nährstoffe aus der Luft zu binden auch auf kargen Böden. Die Nutzung des Sanddorns als Heilpflanze ist bis hinein ins Mittelalter und in die tibetanische Heilkunst zurück zu verfolgen. Darüber hinaus werden seine Beeren für Fruchtsäfte und als Bestandteil von Mixgetränken verwendet. Die Samen und das Fruchtfleisch der Beeren dienen zur Gewinnung von hochwertigem Pflanzenöl für Hautpflegeprodukte.

Der Sanddorn verfügt über ein weitreichendes Wurzelsystem. Mit seinen langen Wurzeln kann der Sanddorn an sandigen, schräg abfallenden Standorten gedeihen, an denen kaum andere Pflanzen anzutreffen sind. Seiner Fähigkeit, auf Dünen zu gedeihen, sowie seinen Dornen verdankt der Sanddorn seinen Namen.

Auf unserem Biohof haben wir die Sanddornkultur, die wir bereits 2002 ausgepflanzt haben, Schritt für Schritt in einen vielfältigen Waldgarten umgewandelt. Derzeit erzeugen wir Sanddorn Muttersaft, Sanddorn Nektar und Sanddorn Mus. Mit dem Ansatz von Sanddornlikör haben wir eine zusätzliche Köstlichkeit kreiert. Derzeit experimentieren wir mit Auszugsölen und halten euch über unsere Erfahrungen auf dem Laufenden.

Stachelige Beeren

Es lohnt sich bei der Ernte Handschuhe zu tragen …

Stachelige Beeren

… die Zweige sind stachelig!

  • Farbe der Blüten: Gelb
  • Farbe der Früchte: Orange
  • Sammelzeit: August bis November
  • Vorkommen: Europa und Ostasien
  • Standorte: sonnig; Sand- und Kiesböden
  • verwendete Pflanzenteile: Beeren, Samen, Holz

Wirksame Inhaltsstoffe des Sanddorns
Quelle: Österreichisches Gesundheitsportal
Die wesentlichen Inhaltsstoffe des Sanddorns sind: Beta-Carotin, Beta-Sitosterol, Flavone, Gerbstoffe, Mineralstoffe (Kalium, Calcium, Magnesium, Natrium, Phosphor), Öle, Provitamin A, Vitamin B12, Vitamin C, Vitamin E

Wirkung und Verwendungsmöglichkeiten
Quelle: Österreichisches Gesundheitsportal
Der Sanddorn wirkt adstringierend (zusammenziehend mit der Besonderheit, Eiweiß der Nahrung auf zu spalten) und tonisierend (kräftigend und stärkend). Durch den hohen Vitamingehalt seiner Beeren stärkt er die Abwehrkräfte und somit das Immunsystem. Sanddorn wird auch gerne die „Zitrone des Nordens“ genannt.

Vorschläge zur Verarbeitung der Beeren:

Sanddorn Muttersaft besteht aus dem gepressten und naturbelassenen Saft der Sanddornbeeren. Aufgrund des extrem hohen Vitamin C Gehaltes schmeckt Sanddorn Muttersaft sehr bitter. Verwendung findet Sanddorn Muttersaft bei Erkältungen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Vitamin C Mangel. Wir empfehlen einen Kaffee- bzw. Esslöffel Sanddorn Muttersaft pur zur Stärkung oder als Zitronenersatz im Tee. Man kann Sanddorn Muttersaft unter Zugabe von etwas Wasser auch zum Gurgeln verwenden.

Sanddorn Nektar besteht aus dem gepressten Saft der Sanddornbeeren, bei dem unter Zugabe von Biozucker die Bitterkeit abgeschwächt wird. In erster Linie ist Sanddorn Nektar ein Erfrischungsgetränk mit ähnlicher Wirkung wie Sanddorn Muttersaft. Je nach Geschmack wird Sanddorn Nektar mit Wasser verdünnt bzw. mit anderen Fruchtsäften gemischt.

Sanddorn Mus ist ein durch Wasserentzug reduzierter Sanddorn Nektar. Seine dickflüssige Konsistenz macht das Sanddorn Mus zu einer idealen Ergänzung für Müslis oder Joghurts. Darüber hinaus eignet sich Sanddorn Mus wie Sanddorn Muttersaft zur kaffee- bzw. esslöffelweisen Einnahme und zur Verfeinerung von Getränken und Speisen.

Ein „Bonmot“ am Rande: die ehemalige DDR begann in den 1960ern Sanddornplantagen im großen Stil anzulegen, weil aufgrund fehlender Devisen zu wenig Zitrusfrüchte mit hohem Vitamin C Gehalt importiert werden konnten, und so konnte sich die „Zitrone der DDR“ als Alternative etablieren.

Weitere Anekdoten und Fakten über den Sanddorn findest du in dieser kurzweiligen Sammlung auf http://www.zweikuesten.de.

Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal!

Euer Waldgärtner
Reinhard
Geben wir der Natur ein Stück Land zurück.

Wir haben zu den Themen Waldgartengestaltung und zukunftsfähige, kleinstrukturierte Landwirtschaft Impulsvorträge entwickelt, die wir gerne im Rahmen eurer Veranstaltungen anbieten.

Durch die derzeit geltenden Veranstaltungsbeschränkungen aufgrund der Covid 19 Situation wird es jedoch noch einige Zeit dauern, bis Veranstaltungen wieder im gewohnten Umfang stattfinden können. Gerade in dieser herausfordernden Zeit bietet eine Onlineplattform aber eine gelungene Alternative.

Liebe Grüße und schau öfters vorbei!

Euer Waldgärtner
Reinhard
Geben wir der Natur ein Stück Land zurück.

Kurse vor Ort sind eine tolle Ergänzung zu den E-Learning Angeboten und bieten die Möglichkeit, im persönlichen Kontakt einzelne Themenbereiche anhand von Demonstrationsbeispielen kennen zu lernen. Im Dialog mit den Referent/innen und im Austausch mit der Gruppe finden sich kreative Ideen und Anregungen für die eigene Waldgartengestaltung.

Unser nächster Basiskurs findet am Freitag, den 17. September 2021 von 9:00 bis 17:00 Uhr bei uns am Biohof statt. Diesen Kurs werde ich gemeinsam mit Roland Teufl von Bio-Austria leiten.

Darüber hinaus planen wir  einzelne Workshops zu unterschiedlichen Spezialthemen rund um die Waldgärten. Die Termine werden wir laufend aktualisieren.

Liebe Grüße und schau öfters vorbei!

Euer Waldgärtner
Reinhard
Geben wir der Natur ein Stück Land zurück.

 

Erwerbswaldgarten

Unser ältester Waldgarten ist mittlerweile schon zwanzig Jahre alt und wurde ursprünglich als Sanddornkultur angelegt. Heute zeigt er sich als Rückzugsgebiet für zahlreiche Wildtiere, Insekten und Vögel und liefert uns weiterhin Sanddorn, Walnüsse und Holunder für die Be- und Verarbeitung am Biohof.

Im Erwerbswaldgarten haben wir uns dafür entschieden, die Wege breit zu halten und vor Beginn der Ernte mit unserem kleinen Kulturtraktor zu mähen bzw. zu mulchen. Damit wird die Erntearbeit erheblich erleichtert. Es zeigt sich jedoch, dass der Humusgehalt und die Bodenstruktur auf den unbehandelten Flächen um vieles höher bzw. lockerer ist.

 

Kräutergarten

Obwohl der junge Kräutergarten im Pletzengraben erst zehn Jahre alt ist, verfügt er bereits über mehr als hundert verschiedene Arten an Gräsern, Kräutern, Wildgemüse, Bäumen und Sträuchern. Da die Wildblumenwiese nur einmal im Frühling vor dem Vegetationsbeginn gemäht wird, bietet sie ein optimales Entfaltungspotenzial für die verschiedensten Insekten und Vögel.

In der Baumschicht überwiegt neben Walnuss, Apfel und Birne vor allem die Marille. Die weitläufige Struktur zwischen den jungen Bäumen wird zur Kräuterproduktion genutzt. Solange es die derzeit noch geringe Beschattung zulässt, bietet ein relativ großes Gemüsefeld ein reichhaltiges Angebot zur Selbstversorgung und zur Verteilung im Freundes- und Bekanntenkreis.

Naschgarten

Der Naschgarten hinter dem Haus ist unser kleinster Waldgarten. Auf ca. 500 m2 liefert er eine Vielzahl an Küchenkräutern, Obst und Gemüse. Auf verschiedensten Beetformen werden vor allem jene Pflanzen kultiviert, die zum täglichen Bedarf zählen (Salate, Paradeiser, Paprika, Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, uvm.).

Die integrierte Laube und das Biotop steigern die Artenvielfalt an Insekten und Kleinlebewesen und dienen darüber hinaus zur kurzfristigen Erholung und Entspannung. Auch unsere Besucher/innen erfreuen sich jedes Mal über das kleine Paradies mitten im Siedlungsgebiet.

Auf unserem Blog werden wir laufend über die Weiterentwicklung unserer Waldgärten berichten. Eure Anregungen, Erfahrungen und Tipps sind herzlich willkommen.

Liebe Grüße und schau öfters vorbei!

Euer Waldgärtner
Reinhard
Geben wir der Natur ein Stück Land zurück.

Unser erstes Waldgartengestaltung Basisseminar war ein großer Erfolg. Herzlichen Dank für die zahlreiche Teilnahme.

Bei schönem, spätsommerlichen Wetter konnten wir unsere drei Waldgärten besichtigen und ein breites Feld von Themen rund um die Waldgartengestaltung ansprechen und diskutieren. Die äußerst positiven Rückmeldungen haben uns selbst ein bisschen überrascht, vor allem haben sie uns aber angespornt, den Wunsch nach Vertiefung der einzelnen Themenbereiche aufzugreifen. Mit unserer Plattform setzen wir einen ersten Schritt und arbeiten gerade an einem Onlinekurs, der Anfang des nächsten Jahres gestartet werden soll. Gerne könnt ihr euch jetzt schon mit dem Kontaktformular voranmelden.

In weiterer Folge planen wir Vertiefungsmodule, hier vor allem zu den Themen Pflanzenvielfalt und Pflanzengesellschaften, Bodenfruchtbarkeit und Entwurfsplanung.

Zusätzlich wird es auch im nächsten Jahr wieder Vorortkurse bei uns am Biohof geben. Der 17. September 2021 ist bereits fixiert. An diesem Tag veranstalten wir den Basiskurs gemeinsam mit Bio Austria und freuen uns ganz besonders über diese Zusammenarbeit.

Ich möchte euch auch dazu einladen, unsere Foren mit Leben zu füllen und eure eigenen Erfahrungen, Wünsche und Anregungen mit uns zu teilen. Geben wir gemeinsam der Natur ein Stück Land zurück.

In diesem Sinn wünsche ich euch eine gute Zeit!

Euer Waldgärtner
Reinhard
Geben wir der Natur ein Stück Land zurück.

Einige Bilder zur Erinnerung 😉